Medulin

Die in Istrien seltenen Sandstrände verleihen dem Ort Medulin eine Sonderstellung

Die größtenteils kroatische, aus Kalkgestein bestehende und von mehreren fjordähnlichen Meeresarmen gegliederte Halbinsel Istrien befindet sich zwischen dem Golf von Triest im Westen und der Kvarner-Bucht bei Rijeka im Osten im nördlichen Teil der Adria. Das milde und zuverlässige mediterrane Klima mit jährlich knapp 2.400 Sonnenstunden und einer angenehmen Jahresdurchschnittstemperatur von 14 °C, die gute Erreichbarkeit aus den Ländern Mitteleuropas, herzliche Gastfreundschaft sowie traditionsreiche und malerische Städte und Dörfer haben die Region schon im 19. Jahrhundert zum beliebten Urlaubsziel gemacht. Vor allem für unbeschwerten Badeurlaub ist Istriens fast 540 Kilometer lange Küste geradezu wie geschaffen, an den zahlreichen kleinen und teils schön verstecken Buchten finden Gäste ideale Voraussetzungen für viel „Spaß im Nass“ und Wassersport. Unter den bekanntesten Badeorten genießt insbesondere die mit aktuell annähernd 6.500 Einwohnern größte istrische Gemeinde Medulin an der äußersten Südspitze der Halbinsel ausgesprochen hohe Beliebtheit. Anders als in Istrien sonst üblich, finden sich auf dem 32 km² großen Gemeindegebiet und in den insgesamt 7 Ortsteilen nämlich nicht nur Fels- und Kiesel-, sondern auch mehrere breite und lange sowie saubere und gepflegte Sandstrände.

Ob auf dem Festland oder den Inseln: Schöne Sandstrände, soweit das Auge reicht

In jedem der einzelnen Ortsteile Banjole, Medulin, Pješčana Uvala und Pomer sowie Premantura, Vinkuran und Vintijan haben die Besucher die Wahl zwischen verschiedenen Stränden. Auf den unbewohnten, der Küste vorgelagerten sowie einfach, bequem und schnell per Taxiboot erreichbaren zehn kleinen Inseln in der Bucht von Medulin gibt es ebenfalls diverse schöne Strände. Gut geeignet für einen Tagesausflug sind vor allem die Eilande Bodulaš, Ceja und Levan, da es dort auch gastronomische Angebote für hungrige Badegäste gibt. Ausreichend Proviant sowie nach Möglichkeit auch einen Sonnenschirm mitnehmen sollte man sich hingegen für Ausflüge auf die Inseln Fenera und Fenoglia, da dort weder Bars und Restaurants noch Bäume und Schatten existieren. Gleiches gilt für die weiteren kleinen Felsinseln Levanić, Šekovac und Trumbuja, die häufig von Mietbooten angesteuert werden, aber ebenso über keine touristische Infrastruktur verfügen. Mit die populärsten Strandabschnitte rund um Medulin liegen auf der lediglich 0,24 km² großen Halbinsel Vižula, die auch eine Ausgrabungsstätte einer gut 2.000 Jahre alten römischen Villa beherbergt.

Mit nur wenigen Schritten sind gleich vier verschiedene Strände schnell erreichbar

Mit Duschen, Gastronomie und sanitären Anlagen sowie Verleihstationen für Boote und Surfbretter modern ausgestattet, zentral gelegen und somit einfach zu erreichen sind vor allem die Strände nahe der Altstadt von Medulin selbst. Der wegen kristallklarem Wasser und flach abfallendem Meeresboden bei Einheimischen und Familien besonders beliebte Strand „Skrape“ befindet sich ebenfalls auf Vižula und ist Teil der Grünanlage „Park šuma Kašteja“. Ganz in der Nähe liegt eine Tauchschule und die als Fotomotiv beliebte Festung „Bunker 2“. Noch zentraler und direkt am Ort ist der einen Kilometer lange Strand „Bijeca“ im Sommer stets gut besucht. Etwas ruhiger ist in der Regel der Strand „Belvedere“ etwas weiter östlich, auf den gemütlichen und geräumigen Liegen samt Sonnenschirm wird ein kostenloser Internetzugang gewährt. Klein, aber fein und sehr sauber präsentiert sich der benachbarte Kiesstrand „Alba Chiara“ ebenfalls mit Sonnenliegen, Gastronomie sowie Angeboten für Boote, Fahrräder und Jet-Skis.

Die zauberhafte Landschaft der Meduliner Bucht hat schon die Römer angezogen

Im Westen der Meduliner Bucht liegt das archäologischen Funden zufolge schon zu Zeiten der Römer besiedelte ehemalige Fischerdorf Pomer, das zahlreiche Appartements und Hotels sowie schöne schattige Plätzchen unter den direkt am Strand wachsenden Kiefern aufweist. Hier fühlen sich besonders Windsurfer wohl, die ihr Können gerne in den drei Buchten Uvala Pomer, Uvala Ribnjak und Uvala Funtane unter Beweis stellen. Zu den beiden nur wenige Hundert Meter vorgelagerten Inseln Otok Pomerski Školjić und Otočić Premanturski Školjić kann man mit einem Boot fahren oder bei ausreichender Ausdauer auch schwimmen. Ein wenig weiter südlich sowie östlich der Bucht Uvala Gomila liegt der wegen seiner tollen Aussicht und der schön gelegenen Bar beliebte Kiesstrand „Šćuza“. Auf dem Bergrücken oberhalb von Šćuza lässt sich fantastische Fernsicht über die Adria genießen.

Das Meer vor Premantura und Kap Kamenjak ist für köstliche Krabben bekannt

Im Süden von Pomer liegt mit dem Ortsteil Premantura und dessen atemberaubend schönen Stränden am Naturschutzgebiet Kap Kamenjak ein weiteres empfehlenswertes Ausflugsziel im Raum Medulin. Zu den allerschönsten und meist besuchten Abschnitten gehören Toreta, Penižule, Njive, Plovanije, Veliki Portić, Školjić und Radovica. Zahlreiche Buchten können jedoch nur zu Fuß erreicht werden, da die Flora der Halbinsel mit über 500 verschiedenen und sogar 5 nur hier wachsenden Pflanzenarten nicht durch Autos gefährdet werden soll. Im Frühjahr und Sommer können hier knapp zwei Dutzend Orchideenarten bewundert werden. Sportliche Aktivurlauber nutzen gerne den Rundpfad zum Joggen oder Radfahren. Von den ca. 3 bis 13 Meter hohen Steilklippen lässt es sich auch hervorragend in das türkisblau leuchtende Wasser springen. Unweit der Bucht Uvala Polje kann ein typisch traditioneller Bauernhof mit istrischen Rindern in Weidewirtschaft besichtigt werden. Voll wird es in Premantura meist im Mai, wenn die Einheimischen das „Fešta od raki“ (Krabbenfest) feiern sowie Mitte August, wenn alljährlich die große Feier zu Ehren des lokalen Schutzheiligen „Lovro“ namens „Premanturska fešta“ bzw. „Lovrečevo“ begangen wird.

Einen herrlichen Nachmittag im Schatten der Bäume oder Aquarium verbringen

Nordwestlich von Pomer, Premantura und Medulin liegt angrenzend an die Stadt Pula die Ortschaft Pjescana Uvala, deren Name „Sandbucht“ das herausstechende Merkmal des örtlichen Sandkieselstrandes bereits bestens beschreibt. Die hier dicht an dicht stehenden Bäume spenden wohltuenden Schatten, sodass der Strand speziell bei Familien mit noch kleineren Kindern sehr beliebt ist. Spaziergänge und kleine Wanderungen können durch den benachbarten „Park šuma Soline“ unternommen werden. Zur vorgelagerten Insel Otok Fratarski kann man schwimmen oder sich per Boot übersetzen lassen, eine schöne Bucht zum Baden dort ist Otocic Veruda. Direkt gegenüber von Pjescana Uvala liegt das über 2.500 m² große Aquarium von Pula mit mehr als 250 Tierarten in über 100 Wasserbecken. Weitere Strände finden sich auch an der Bucht Uvala Soline weiter südlich an der Grenze zu den Meduliner Ortsteilen Banjole und Vinkuran.

Nach dem Baden frisch und lecker zubereiteten Fisch direkt aus dem Meer genießen

Die Ortschaft Banjole hält die beiden weitläufigen Strände „Centinera“ und „Del Mar“ parat. Der Erstgenannte ist ein Kieselstrand unterhalb eines alten Kiefernwaldes, an dem täglich vier Mal ein Animations-, Sport- und Unterhaltungsprogramm angeboten wird. Bei „Del Mar“ handelt es sich um einen 500 Meter langen Sandstrand rund um das gleichnamige Hotel, der jedoch allgemein zugänglich ist Erwachsenen und Kindern gleichermaßen die jeweils passenden Abschnitte bietet. Banjole ist darüber hinaus für seine vielen sehr guten Fischrestaurants bekannt, frühmorgens findet am örtlichen Hafen außerdem täglich unter der Woche ein lebendiger Fischmarkt statt. Im nördlich angrenzenden Dörfchen Vinkuran empfangen zahlreiche Privatappartements, der Ort ist besonders bei Ruhe und Erholung suchenden Urlaubern beliebt. Schon in der Antike wurde hier in den lokalen Steinbrüchen Baumaterial gewonnen, heutzutage werden in den Sommermonaten häufig Ausstellungen von Bildhauern gezeigt. Eine große Auswahl an Unterkünften aller Klassen und Kategorien stehen auch im weiter landeinwärts gelegenen und noch stark ländlich geprägten Ortsteil Vintijan zur Verfügung.

 

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